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Am 11. Oktober fand die Eröffnung des Kompostwerkes in Saerbeck (Kreis Steinfurt) statt. Der Standort der neuen Anlage befindet sich im Saerbecker Bioenergiepark (BEP), einem großen ehemaligen Munitionsdepot des Militärs, welches im Laufe der vergangenen Jahre zu einem Energieversorgungsstandort umfunktioniert worden ist bzw. wird. Derzeit entstehen dort unter anderem zwei Biogasanlagen, eine Photovoltaik-Flächenanlage, sieben Windenergieanlagen sowie die Kompostierungsanlage der Entsorgungsgesellschaft des Kreises Steinfurt (EGST).

Ende des Jahres 2013 werden die ersten Bioabfälle des Kreises Steinfurt in die neu errichtete Kompostierungsanlage geliefert. Die Kompostierungsanlage mit vorgeschalteter Vergärung ist eines der größten Kompostwerke in Deutschland und wurde in rund 10 Monaten Bauzeit durch die Firma BEKON Energy Technologies GmbH & Co. KG sowie deren Subunternehmer errichtet.

Bei dem gewählten Kompostierungsverfahren wird der angelieferte, teilweise störstoffentfrachtete Bioabfall des Kreises (ca. 45.000 Mg/a) per Radlader in die Fermenter gebracht. In diesen Fermentern, die übergroßen Garagen ähneln, werden mittels anaerober Bakterien, die Bioabfälle vergoren/abgebaut. Das dabei entstehende Biogas wird in einem Speicher zwischengelagert. und anschließend in einem BHKW zu Strom und Abwärme umgewandelt. Der erzeugte Strom deckt den Bedarf von ungefähr 2.000 Haushalten. Die entstehende Abwärme wird zur Eigenversorgung der Kompostierungsanlage, zur Beheizung der im südlichen Bioenergiepark befindlichen Gebäuden sowie der benachbarten Biogasanlagen genutzt.

Nach dem anaeroben Prozess wird der Fermenter entleert, der vergorene Bioabfall mit frischem Kompost angeimpft und in die Rotteboxen (ähnlich den Fermentern) gebracht und dort mit Hilfe von Luftzufuhr kompostiert. Nach Abschluss der sog. Intensivrotte wird dieses Material in die Nachrottehalle gebracht. Dort werden die Mieten zur Belüftung regelmäßig umgesetzt. Der fertige Kompost wird mittels Aufbereitungstechnik (Windsichter, Magnetabscheider, Siebung) vermarktungsfähig nachbereitet.

Die Entwicklung des Bioenergieparks und die damit verbundene Zielsetzung der Gemeinde, die Energieversorgung bis 2030 auf regenerative Energien umzustellen, ist mit diesem Projekt jedoch noch nicht abgeschlossen. So gibt es derzeit Überlegung, Firmen für Stromspeicher sowie Forschungseinrichtungen zu diesem Thema im Bioenergiepark anzusiedeln.

Das Gesamtkonzept Bioenergiepark Saerbeck und das daran beteiligte Kompostwerk ist ein gutes Beispiel für die Umsetzung der Energiewende.

Die umwelttechnik & ingenieure GmbH unterstützte ihr Schwesterunternehmen Witzenhausen-Institut GmbH, welches seit 2010 den Kreis Steinfurt und deren Entsorgungsgesellschaft EGST bei der Konzeptüberlegung, Vor- und Entwurfsplanung sowie bei der Vergabe der Bauleistungen Ende 2011 begleitete.

 

 

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